HSV Insel Usedom – BFC Preussen 29:21 (15:12)
Mit einem am Ende deutlichen 29:21 setzte sich der HSV Insel Usedom im Heimspiel der Ostsee-Spree-Oberliga gegen den BFC Preussen durch. Über weite Strecken der Partie, vor allem in der ersten Halbzeit, hatten die Hausherren aber alle Hände voll zu tun. Sidney Loof konnte zwar das 1:0 erzielen, die Gäste glichen jedoch umgehend wieder aus. Dieses Spiel wiederholte sich immer wieder bis zum 12:11, das wiederum Loof erzielen konnte. Erst mit dem 13:11 durch Alexander Leow, mit 9 Toren bester Werfer an diesem Tag, gelang die erste 2-Tore-Führung. Der HSV nutzte hier die Überzahl, denn kurz vorher hatten die Berliner ihre erste 2-Minuten-Strafe kassiert. „Wir sind schwer in die Partie gekommen. Das liegt allerdings auch daran, dass wir in dieser Woche nicht optimal trainieren konnten. Am Dienstag hatte ich 4 Feldspieler zur Verfügung, am Donnerstag waren es nur noch 3. Eine vernünftige Vorbereitung auf dieses Spiel war somit kaum möglich. Das war wohl zumindest in der ersten Halbzeit auch zu sehen“ fasste Trainer Nico Heidenreich zusammen. „Diese ganzen leichten Abwehrfehler, die uns sonst nicht so unterlaufen, haben das Spiel eng gemacht. Wir haben es nicht geschafft eine vernünftige Abwehrarbeit auf das Feld zu bringen. Da haben wir schlecht gestanden und die Schlagwürfe der Berliner kassiert. Alles Sachen, die wir auch schon im Video gesehen haben und eigentlich drauf vorbereitet waren.“ In der Halbzeitpause wies er seine Mannschaft auf genau diese Kritikpunkte hin und die Mannschaft kam mit neuem Elan aus der Kabine. Schnell wurde der Vorsprung auf 5 Tore ausgebaut. Alexander Leow, Patrick Glende und Gordon Wicht trafen. Leow mit einem sehr schönen Abschluß in Unterzahl zum 21:15. Unterzahlsituationen gab es in diesem Spiel nicht so oft. Die Schiedsrichter Marco Gerigk und Axel Kalusche hatten die Partie voll im Griff und mussten auf jeder Seite nur je eine Zwei-Minuten-Strafe aussprechen. „Wir hatten uns vorgenommen den HSV als Favoriten ein bisschen zu ärgern. Wir wollten mit unserer 5-1 Abwehr den Gegner dazu bringen, dass er sich mehr bewegen muss. Das ist uns eine Zeit lang gut gelungen. Das kostet natürlich Kraft. In der zweiten Hälfte haben wir das nicht mehr so hinbekommen“ meinte Gästetrainer Alexander Schwabe, der allerdings mit dem Ausgang des Spiels trotzdem gut leben konnte: „Wenn wir als Aufsteiger am Ende irgendwo in diesem Tabellenbereich bleiben, dann sind wir sehr zufrieden. Da sind die Punkte gegen Usedom nicht ganz so entscheidend. Wir sind hier ja auch auf eine starke Mannschaft getroffen, die wir geweckt haben und die das anschließend gnadenlos zu Ende gespielt hat.“ Auch eine Auszeit in der 40. Spielminute brachte sein Team nicht mehr in Fahrt. Der HSV war jetzt voll da und nicht mehr vom Kurs abzubringen. Loof, Schmidt, Leow, Glende- immer wieder tauchten die gleichen Torschützen auf. Doch auch Christoph Dübener sorgte nach seiner Einwechslung wieder einmal für Belebung am Kreis. „Die taktische Umstellung hat gefruchtet. In den 25 Minuten nach dem Wechsel haben wir nur 6 Gegentore gefangen. Das war die entscheidende Phase der Partie“ so Heidenreich. Die Abwehr stand deutlich stabiler. Torhüter Lech Krynski, der an diesem Tag auch seinen Geburtstag feierte, stand gewohnt sicher, machte später aber Platz für Erik Küster. Auch er bekam später noch Gelegenheit sich mit tollen Paraden auszuzeichnen. Bis auf den noch angeschlagenen Dariusz Zajac bekamen alle Spieler ihren Einsatz. „Alle konnten spielen. Das ist für mich auch sehr wichtig. Am Ende haben wir einen in dieser Höhe verdienten Sieg eingefahren“ so Heidenreich. Auch tabellarisch war es erneut ein perfekter Spieltag für die Usedomer Handballer. Mit Werder, Grünheide und Altlandsberg unterlagen gleich 3 der ärgsten Verfolger. So konnte der Vorsprung auf Platz 3 weiter ausgebaut werden.