HSV Insel Usedom entscheidet spektakuläres 77-Tore-Derby gegen die Mecklenburger Stiere für sich
In einem offensiv geführten und hochdramatischen Landesderby hat der HSV Insel Usedom vor heimischer Kulisse einen verdienten 40:37-Erfolg (20:15) gegen die Mecklenburger Stiere gefeiert. Während die Offensive der Insulaner vor allem durch den treffsicheren Sidney-Mike Loof (9 Tore) glänzte, avancierte Torhüter Rene Behm mit entscheidenden Paraden in den kritischen Phasen der Partie zum gefeierten „Man of the Match“.
1. Halbzeit: Usedom überrollt Schwerin nach ausgeglichenem Start
Die Gäste aus Schwerin erwischten den besseren Start in die Partie. Malte Runge brachte die Stiere per Siebenmeter früh in Führung (0:1), und Joel Morice Müller sorgte mit einem Doppelschlag in der 6. Minute sogar für das 3:4 aus Gästesicht. Bis zum 5:5 (9. Minute) begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe, ehe der HSV-Express ins Rollen kam.
Angetrieben von einer stabilen Abwehr um Keeper Rene Behm legten die Hausherren ab der 11. Minute (7:6) einen furiosen 6:0-Lauf aufs Parkett. Dawid Ruhnke, ein dreifacher Karol Moscinski sowie Sidney-Mike Loof und Marc-Christoph Hagemeier schraubten das Ergebnis bis zur 19. Minute auf 13:6 in die Höhe. Gästetrainer Wolfgang Heuer sah sich gezwungen, innerhalb von nur knapp vier Minuten gleich zwei Auszeiten (15. und 19. Minute) zu nehmen, um den völligen Kollaps seines Teams zu verhindern.
Usedom ließ sich davon jedoch kaum beirren. Selbst als Sidney-Mike Loof in der 21. Minute vom Siebenmeterpunkt scheiterte, setzte er im direkten Nachwurf erfolgreich zum 16:8 nach. Zwar kämpften sich die Stiere gegen Ende der ersten Halbzeit noch einmal heran und verkürzten auf 19:15 (30.), doch exakt mit der Pausensirene setzte David Herberg den Schlusspunkt zum verdienten 20:15-Halbzeitstand.
2. Halbzeit: Schweriner Aufholjagd und eiskalte Insulaner in der Crunchtime
Wer nach dem Seitenwechsel mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg der Hausherren gerechnet hatte, sah sich getäuscht. Die Mecklenburger Stiere kamen wie verwandelt aus der Kabine. Nach dem 21:16 durch Christian Schwarz (32.) schlichen sich beim HSV Unkonzentriertheiten ein, die Schwerin gnadenlos bestrafte. Mit einem 5:0-Lauf, gekrönt durch zwei verwandelte Siebenmeter von Top-Torjäger Malte Runge (insgesamt 12 Treffer), glichen die Gäste in der 37. Minute plötzlich zum 21:21 aus.
Nach einer sofortigen Auszeit des HSV entwickelte sich ein offener Schlagabtausch im Sekundentakt (22:22, 23:23, 24:24). Die Wende zugunsten der Gastgeber leitete schließlich ein gehaltener Siebenmeter gegen den bis dahin so sicheren Malte Runge in der 41. Minute ein – ein Schlüsselmoment, in dem Rene Behm seiner Mannschaft den dringend benötigten Rückhalt gab.
Direkt im Anschluss sorgte ein Doppelschlag von David Herberg (42./43.) wieder für ein kleines Polster (26:24). Als der Schweriner Bahne Lübbert in der 45. Minute eine Zwei-Minuten-Strafe kassierte, nutzte Usedom die Überzahl eiskalt: Sidney-Mike Loof vom Punkt und Dawid Ruhnke stellten auf 29:25 (46.).
Diesen Vier-Tore-Vorsprung gaben die Insulaner in der hitzigen Schlussphase nicht mehr aus der Hand. Selbst eine Unterzahl nach Zeitstrafe gegen Ruhnke (53.) überstand der HSV schadlos. In den letzten drei Minuten avancierte Louis Städing zum entscheidenden Faktor im Angriff: Mit drei seiner insgesamt vier Treffer in der absoluten Crunchtime (57., 58. und 60. Minute) erstickte er jede Schweriner Hoffnung im Keim. Karol Moscinski machte 16 Sekunden vor dem Ende mit dem 40. Treffer den Deckel endgültig drauf, ehe Daniel Lesniak kurz vor Schluss zum 40:37-Endstand traf.
Statistik zum Spiel
-
Ergebnis: 40:37 (Halbzeit 20:15)
-
Man of the Match: Rene Behm (HSV Insel Usedom)
-
Zeitstrafen: HSV Insel Usedom 2x 2 Min. (Ruhnke, Loof) / Mecklenburger Stiere 1x 2 Min. (Lübbert)
-
Siebenmeter: HSV Insel Usedom 4/5 / Mecklenburger Stiere 4/5
Torschützen HSV Insel Usedom: Sidney-Mike Loof (9/4), Christian Schwarz (5), Karol Moscinski (5), Marc-Christoph Hagemeier (4), Dawid Ruhnke (4), David Herberg (4), Louis Städing (4), Robyn Saß (3), Felix Geiser (1).
Torschützen Mecklenburger Stiere: Malte Runge (12/4), Jonathan Atting (4), Daniel Lesniak (4), Joel Morice Müller (3), Tim Schwaß (3), Niklas Kortstegge (3), Ole Präckel (3), Bahne Lübbert (2), Justin Noel Wolf (2), Yannick Raatz (1).