LÜBBENAU – Nach der bitteren Heimpleite gegen den Aufsteiger HC Vorpommern am vergangenen Wochenende hat der HSV Insel Usedom die passende Antwort gegeben. Am Samstagabend (14. März) feierte die Mannschaft von Trainer Patrick Glende einen souveränen 33:22 (13:10)-Auswärtssieg bei der TSG Lübbenau und bewies dabei vor allem in der zweiten Halbzeit eine beeindruckende Geschlossenheit.

Personalnot als Chance für die „Jungen Wilden“

Dass der Sieg in dieser Deutlichkeit ausfallen würde, war vorab nicht unbedingt abzusehen. Die Usedomer reisten mit personellen Sorgen an, was Coach Patrick Glende jedoch dazu zwang, Spielern mit bisher geringeren Einsatzzeiten mehr Vertrauen zu schenken. Ein Plan, der voll aufging: „Wir haben ein wirklich überzeugendes Spiel abgeliefert und ein sehr gutes Resultat erzielt“, resümierte ein zufriedener Glende nach der Partie.

Besonders die Nachwuchstalente Tim Riedel und David Herberg nutzten ihre Chancen und drückten dem Spiel ihren Stempel auf. Während Herberg mit insgesamt fünf Treffern glänzte, sorgte Riedel in der Schlussphase für wichtige Akzente. Ein weiterer Garant für den Erfolg war Keeper Lech Krynski, der den Spreewäldern mit seinen Paraden reihenweise den Zahn zog. Zudem bewies Dawid Nowomiejski echten Teamgeist: Trotz gesundheitlicher Angeschlagenheit stellte er sich in den Dienst der Mannschaft und stabilisierte die Defensive.

Spielverlauf: Über eine stabile Abwehr zum Kantersieg

Der HSV startete konzentriert und ging durch Sidney-Mike Loof und Robyn Saß schnell mit 3:0 in Führung (5.). Lübbenau kämpfte sich zwar angeführt vom starken Akaki Patashuri wieder heran (4:4, 11.), doch die Gäste ließen sich auch durch eine Phase mit vielen Zeitstrafen nicht aus dem Konzept bringen. Mit einer knappen 13:10-Führung für die Insulaner ging es in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel zündete der HSV dann den Turbo. Während die Abwehr betonhart stand, wurde im Angriff konsequent abgeschlossen. Spätestens mit dem Treffer von Felix Geiser zum 22:14 (47.) war die Vorentscheidung gefallen. In der Schlussphase schraubten die Usedomer das Ergebnis weiter in die Höhe; den Schlusspunkt zum 33:22-Endstand setzte erneut Geiser kurz vor der Schlusssirene.