Am Samstag, den 25. Juli, verwandelte sich die restlos ausverkaufte Pommernhalle im Seebad
Ahlbeck in einen regelrechten Hexenkessel. Rund 1000 begeisterte Zuschauer erlebten ein
unvergessliches Sport-Highlight, als der HSV Insel Usedom den amtierenden DHB-Pokalsieger
und Champions-League-Finalisten Füchse Berlin zu einem Freundschaftsspiel empfing. Am Ende
eines ereignisreichen Nachmittags setzte sich der Bundesligist standesgemäß mit 49:26 (24:15)
durch, doch die Gesichter der Beteiligten zeugten auf beiden Seiten von höchster Zufriedenheit.

Wer ein einseitiges Spiel von der ersten Sekunde an erwartet hatte, wurde schnell eines Besseren
belehrt. Die gastgebenden Hausherren agierten ohne jeglichen Respekt vor den großen Namen
und lieferten den Berlinern in der Anfangsviertelstunde einen offenen Schlagabtausch. Angetrieben
von einer frenetischen Kulisse und treffsicheren Spielern wie Marc Hagemeier und Karol Mocinski
hielt der Regionalligist hervorragend mit. Nach zehn Minuten zeigte die Anzeigetafel ein
überraschendes 10:10-Unentschieden.
Diese starke Gegenwehr zwang Gästetrainer Nicolej Krickau beinahe dazu, ein frühes Timeout zu
nehmen – die grüne Karte hielt er bereits in der Hand. Die Hauptstädter reagierten schließlich auf
dem Feld, zogen das Tempo merklich an und setzten sich durch schnelle Angriffe auf 18:11 ab. Bis
zum Pausenpfiff erarbeiteten sich die Füchse ein beruhigendes 24:15.
Nach dem Seitenwechsel kontrollierte der klare Favorit das Geschehen nach Belieben. Obwohl die
Hallentemperatur von knapp 30 Grad und die strapaziösen Trainingseinheiten der vergangenen
Tage den Berlinern schwere Beine bescherten, bauten sie den Vorsprung kontinuierlich aus. Bester
Werfer aufseiten der Gäste war Leo Prantner, der sich mit sieben Treffern in die Torschützenliste
eintrug. Für das Team von der Ostsee bot das Spiel wertvolle Erfahrungswerte.

Auch abseits der 60 Spielminuten war das Event ein voller Erfolg. Die Fans, die aus ganz
Mecklenburg-Vorpommern anreisten, genossen eine friedliche und entspannte Atmosphäre.
Füchse-Co-Trainer Max Rinderle, der einst selbst das Trikot der Usedomer trug, lobte den fairen
Umgang der Zuschauer ausdrücklich. Absoluter Star des Tages war der dänische Welthandballer
Mathias Gidsel, der im Vorfeld des Spiels unzählige Autogramme verteilte und geduldig für
Erinnerungsfotos bereitstand. Verzichten mussten die Berliner lediglich auf den angeschlagenen
Nationalspieler Nils Lichtlein.
Der HSV Insel Usedom sorgte zudem für ein gelungenes Rahmenprogramm, das den Charakter
eines familiären Sommerfestes trug. Neben dem Auftritt der Cheerleader “Blue Flames” und einer
Hüpfburg für die kleinen Gäste stand die Präsentation des neuen Heimtrikots im Fokus. Ein
emotionaler Höhepunkt der Halbzeitpause war die Versteigerung eines von allen Füchse-Spielern
unterschriebenen Trikots, dessen Erlös in Höhe von 900 Euro einem wohltätigen Zweck
zugutekommt.
