Der HSV Insel Usedom ist mit einem eindrucksvollen 38:24 (20:9)-Kantersieg gegen die TSG Lübbenau in die neue Saison der Regionalliga Ostsee-Spree gestartet. Die Hausherren dominierten die Partie von der ersten Minute an und ließen den Gästen in der heimischen Halle nicht den Hauch einer Chance.

Blitzstart und frühe Dominanz David Herberg eröffnete den Torreigen bereits nach knapp 90 Sekunden. Die Usedomer Defensive stand extrem kompakt, während Sidney-Mike Loof in der Anfangsphase gleich zwei Siebenmeter eiskalt verwandelte. Nach nicht einmal zehn Minuten sah sich die TSG beim Stand von 6:1 zu einer frühen Auszeit gezwungen (09:06). Doch der HSV-Express rollte unaufhaltsam weiter. Während die Gäste aus Brandenburg in der ersten Halbzeit gleich drei Strafwürfe ungenutzt ließen, bauten die Insulaner ihre Führung über 11:2 (17. Minute) und 18:6 (27. Minute) gnadenlos aus. Mit einem komfortablen 20:9 ging es in die Kabinen.

Souveräne Verwaltung im zweiten Durchgang Auch nach dem Seitenwechsel brannte für das Heimteam nichts mehr an. Lübbenau fand nun zwar offensiv etwas bessere Lösungen – insbesondere Bennet Heine bewies in der zweiten Hälfte Nervenstärke und glänzte als sicherer Vollstrecker –, doch der Rückstand war längst uneinholbar. Als die TSG in der 40. Minute auf zehn Tore herankam (26:16), nahm Usedom eine taktische Auszeit und stellte den klaren Abstand durch schnelle Treffer von David Herberg und Louis Städing umgehend wieder her.

In der Schlussphase verteilte Usedom die Last auf viele Schultern, wodurch sich das Angriffsspiel extrem variabel gestaltete. Akteure wie Robyn Saß, Dawid Ruhnke und Julian Herberg schraubten das Ergebnis in die Höhe, bevor Karol Moscinski 20 Sekunden vor dem Abpfiff den Schlusspunkt zum hochverdienten 38:24 setzte.

Entscheidende Faktoren der Partie

  • Die Anfangsviertelstunde: Ein furioser 11:2-Lauf des HSV brach den Gästen früh das Genick und entschied das Spiel quasi in den ersten 17 Minuten.

  • Siebenmeter-Quote: Lübbenau ließ in der kritischen Anfangsphase wichtige Tore von der Strafwurflinie liegen, während Usedom seine Chancen konsequent nutzte.

  • Ausgeglichener Kader: Der HSV überzeugte durch eine breite Torgefahr. Neben Loof trafen auch Städing, Saß, Hagemeier und Mucha wiederholt aus dem Spiel heraus.

  • Lübbenauer Lichtblicke: Bennet Heine stemmte sich in der zweiten Halbzeit gegen die drohende Niederlage, unterstützt von Marcel Makar und Akaki Patashuri, konnte den enormen Rückstand aus der ersten Hälfte aber nur noch kosmetisch verwalten.