Der HSV Insel Usedom hat im ersten Auswärtsspiel der noch jungen Saison direkt ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Mit einem souveränen 35:23-Kantersieg (Halbzeit 15:14) entführten die Insulaner beide Punkte beim BFC Preussen und bewiesen nach dem Seitenwechsel ihre physische und taktische Überlegenheit.

Ausgeglichener Schlagabtausch vor der Pause Die Gäste starteten hellwach in die Partie. Bereits nach sechs Minuten sorgte Dawid Ruhnke für eine komfortable 4:1-Führung. Doch die Berliner Hausherren fanden zunehmend bessere Lösungen gegen die Usedomer Deckung. Angeführt von Franz-Eberhard Rohrbeck kämpfte sich der BFC Preussen zurück und glich in der 11. Minute zum 6:6 aus. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem die Gastgeber in der 25. Minute durch Jan Schwaneberg sogar kurzzeitig mit 12:11 in Führung gingen. Usedom blieb jedoch cool: Ein verwandelter Siebenmeter von Christian Schwarz und der wichtige Treffer von Krzysztof Mucha exakt eine Sekunde vor der Sirene sicherten die knappe 15:14-Pausenführung.

Der Usedom-Express überrollt Berlin In der zweiten Halbzeit schaltete der HSV Insel Usedom gleich mehrere Gänge hoch. Aus der knappen Führung machten Robyn Saß, David Herberg und Sidney-Mike Loof schnell ein 18:16 (35. Minute). Während Usedom in der Abwehr nun Beton anrührte, schwanden beim BFC Preussen zusehends die Kräfte. Die Gastgeber ließen beste Chancen ungenutzt – darunter zwei vergebene Siebenmeter in der Schlussphase.

Usedom nutzte diese Schwächephase gnadenlos aus. Mit einem unaufhaltsamen 7:1-Lauf zwischen der 46. und 53. Minute (vom 23:19 auf 31:20) zogen die Gäste endgültig davon. Das Angriffsspiel lief wie aus einem Guss, und Louis Städing markierte fünf Sekunden vor dem Ende den Schlusspunkt zum hochverdienten 35:23-Endstand. Die zweite Halbzeit ging mit 20:9 mehr als deutlich an die Gäste.

Zahlenspiegel & Top-Performer

  • Dominantes Duo: Christian Schwarz (6 Tore, davon 3 Siebenmeter) und Dawid Ruhnke (6 Tore) waren die verlässlichsten Vollstrecker aufseiten der Gäste.

  • Breiter Kader: Usedom glänzte mit enormer Variabilität. Karol Moscinski, Sidney-Mike Loof und David Herberg steuerten jeweils 4 wichtige Feldtore bei.

  • Beste Werfer Berlin: Beim BFC Preussen stemmten sich Niclas Tausend (5 Tore) und Franz-Eberhard Rohrbeck (4 Tore) am erfolgreichsten gegen die Niederlage.

  • Schlüsselmoment: Die taktische Auszeit von Preussen in der 39. Minute (beim Stand von 17:16 für Usedom) verpuffte völlig – stattdessen startete Usedom danach seinen entscheidenden Siegeszug.