Der HSV Insel Usedom musste sich in eigener Halle dem Lausitzer HC Cottbus in einer intensiven und bis in die Schlussphase spannenden Partie mit 25:28 (11:14) geschlagen geben. Trotz einer leidenschaftlichen Aufholjagd in der zweiten Halbzeit reichte es für die Hausherren am Ende nicht, um die Punkte auf der Insel zu behalten.

Erste Halbzeit: Cottbus erarbeitet sich den Vorsprung Die Partie begann nervös. Nachdem Sidney-Mike Loof auf Seiten der Usedomer früh einen Siebenmeter vergab, eröffnete Jupa Kastriot in der vierten Minute den Torreigen für die Gäste aus der Lausitz. In der Anfangsphase lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, bei dem Dawid Ruhnke den HSV nach gut zehn Minuten zum 4:4 ausgleichen konnte.

Danach übernahmen jedoch die Gäste zunehmend die Kontrolle. Angeführt vom treffsicheren Lukasz Orlich und Nicola Kuhlmey setzte sich der LHC Cottbus bis zur 16. Minute auf 5:8 ab. Der HSV Usedom ließ sich zwar nicht abschütteln und verkürzte durch Loof auf 7:8, doch Cottbus nutzte die Fehler der Hausherren in der Folge konsequent aus. Hannes Knecht und Robert Takev bauten die Führung der Gäste auf 8:12 (25.) aus. Mit einem verdienten 11:14-Rückstand aus Sicht der Usedomer ging es in die Kabinen.

Zweite Halbzeit: Usedoms Aufbäumen bleibt unbelohnt Nach dem Seitenwechsel zeigten die Gastgeber enormen Kampfgeist. Marc-Christoph Hagemeier, Dawid Nowomiejski und erneut Ruhnke sorgten mit einem schnellen Lauf dafür, dass Usedom in der 34. Minute den Anschluss zum 14:15 herstellte. Die Partie drohte zu kippen, doch Zeitstrafen gegen Christian Schwarz, David Herberg und Karol Moscinski brachen den Rhythmus der Heimmannschaft. Cottbus nutzte die Überzahlsituationen clever und zog durch Treffer von Kuhlmey und Jerremy Kutz wieder auf 16:20 (45.) davon.

Wer dachte, das Spiel sei entschieden, sah sich getäuscht. Der HSV Usedom warf in der Schlussviertelstunde noch einmal alles in die Waagschale. Ein furioser 4:1-Lauf, gekrönt vom 22:23-Anschlusstreffer durch Marius Michelson (53.), brachte die Halle zum Kochen. Cottbus sah sich gezwungen, eine Auszeit zu nehmen, um den Lauf der Hausherren zu stoppen.

Die Auszeit zeigte Wirkung: In der entscheidenden Crunch-Time bewiesen die Lausitzer die besseren Nerven. Orlich und Kutz stellten den alten Abstand schnell wieder her (22:25). Als Christian Schwarz in der 58. Minute eine späte Zwei-Minuten-Strafe kassierte, machte Nicola Kuhlmey mit einem verwandelten Siebenmeter zum 24:27 endgültig den Deckel drauf. Den Schlusspunkt der Partie setzte Jerremy Kutz zum 25:28-Endstand.

Die besten Torschützen Auf Seiten des HSV Insel Usedom stachen vor allem Dawid Ruhnke mit 7 Treffern und Marc-Christoph Hagemeier (6 Tore) als Aktivposten in der Offensive heraus. Beim LHC Cottbus war Nicola Kuhlmey mit 6 Toren (davon drei verwandelte Siebenmeter) der sicherste Schütze, gut unterstützt von Hannes Knecht und Lukasz Orlich (jeweils 4 Treffer).