Mit dem Rückenwind des dramatischen 33:30-Derbysieges gegen den HC Vorpommern-Greifswald reist der HSV Insel Usedom am kommenden Samstag, dem 7. November 2026, in die Bundeshauptstadt. Um 16:00 Uhr gastiert die Mannschaft von Trainer Patrick Glende am 9. Spieltag der Regionalliga Ostsee-Spree beim punktgleichen Tabellenzweiten SG NARVA Berlin. In der Sporthalle Palisadenstraße geht es im direkten Duell des Zweiten gegen den Dritten um die Rolle als erster Jäger von Spitzenreiter Lausitzer HC Cottbus.
Die Ausgangslage: Punktgleiche Verfolger im direkten Vergleich
Besser könnte die Dramaturgie vor dem 9. Spieltag kaum sein: Nachdem die SG NARVA Berlin am vergangenen Wochenende bei der TSG Lübbenau 63 nicht über ein 29:29 (17:14)-Unentschieden hinauskam und der HSV Insel Usedom zeitgleich das packende Vorpommern-Derby für sich entschied, liegen beide Teams mit jeweils 13:3 Punkten gleichauf hinter Primus Cottbus (16:0). Lediglich die um elf Treffer bessere Tordifferenz hält die Berliner derzeit noch auf dem zweiten Tabellenplatz.
| Rang | Mannschaft | Spiele | S / U / N | Tore (Diff.) | Punkte |
| 1. | Lausitzer HC Cottbus | 8 | 8 / 0 / 0 | 302:207 (+95) | 16:0 |
| 2. | SG NARVA Berlin | 8 | 6 / 1 / 1 | 302:256 (+46) | 13:3 |
| 3. | HSV Insel Usedom | 8 | 6 / 1 / 1 | 267:231 (+36) | 13:3 |
| 4. | SG OSF Berlin | 8 | 5 / 0 / 3 | 266:235 (+31) | 10:6 |
| 5. | Mecklenburger Stiere Schwerin | 8 | 5 / 0 / 3 | 273:239 (+34) | 10:6 |
HSV Insel Usedom: Mit Derby-Euphorie und Abwehrstärke nach Friedrichshain
Für das Team von HSV-Trainer Patrick Glende könnte das Spitzenspiel zu keinem besseren Zeitpunkt kommen. Seit fünf Partien sind die Insulaner ungeschlagen (vier Siege, ein Remis). Vor allem die Art und Weise, wie die Mannschaft am Halloweenabend einen Fünf-Tore-Rückstand (15:20, 38. Minute) gegen Greifswald in den letzten neun Spielminuten noch in einen umjubelten 33:30-Heimsieg verwandelte, hat für enormes Selbstvertrauen gesorgt.
Angeführt von einem nervenstarken Dawid Ruhnke vom Siebenmeterpunkt sowie den treffsicheren Krzysztof Mucha, Louis Städing, David Herberg und Karol Moscinski bewies der HSV im Derby nicht nur enorme Moral, sondern auch Qualität in der Breite. In Berlin wird es jedoch vor allem auf das bisherige Prunkstück der Saison ankommen: Mit nur 231 Gegentoren in acht Spielen stellt Usedom hinter Spitzenreiter Cottbus die zweitbeste Defensive der gesamten Regionalliga. Gelingt es, diese Kompaktheit über 60 Minuten auf das Berliner Parkett zu bringen, ist auch in der Hauptstadt Zählbares in Reichweite.
Der Gegner: Offensivwucht aus Berlin-Friedrichshain
Mit der SG NARVA Berlin wartet allerdings eine der angriffstärksten Mannschaften der Liga auf die Insulaner. Das Team von Trainer Mathias Haude hat in acht Saisonspielen bereits 302 Treffer erzielt (im Schnitt fast 38 Tore pro Partie) und teilt sich damit den Bestwert der Liga mit Tabellenführer Cottbus.
Dass die Friedrichshainer verwundbar sind, zeigte jedoch der vergangene Spieltag beim 29:29 in Lübbenau, als NARVA eine 17:14-Pausenführung noch aus der Hand gab. Vor eigenem Publikum in der Sporthalle an der Palisadenstraße werden die Gastgeber alles daransetzen, diesen Punktverlust vergessen zu machen und den dritten Tabellenplatz auf Distanz zu halten. Für den HSV gilt es daher, das gefürchtete Berliner Tempospiel frühzeitig zu unterbinden, geduldig im eigenen Positionsangriff zu agieren und unnötige Zeitstrafen zu vermeiden.
Alle Infos zum Spiel auf einen Blick
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Begegnung: SG NARVA Berlin – HSV Insel Usedom
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Wettbewerb: Regionalliga Ostsee-Spree Männer (9. Spieltag)
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Datum: Samstag, 07. November 2026
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Anwurf: 16:00 Uhr
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Spielort: Sporthalle Palisadenstraße – unten (Palisadenstraße 76–78, 10243 Berlin)
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Schiedsrichter: Bunk / Prok