Bereits um 18 Uhr treten die Handballer des HSV Insel Usedom an diesem Samstag zum letzten Heimspiel des Jahres 2019 in der Ahlbecker Pommernhalle an. Grund dafür ist die im Anschluss, im Anbau der Pommernhalle, stattfindende Weihnachtsfeier. Auch wenn man jetzt schon ganz sicher sein kann, dass die so gut wie ausverkaufte Feier, ein voller Erfolg werden wird, verfolgt die Mannschaft vorher noch ein Ziel. Das Team gab in dieser Saison zu Hause noch nicht einen Punkt ab und so soll es laut Linksaußen Christopher Neidel auch vorerst bleiben: „Wir wollen diesen Sieg unbedingt und damit auch die Serie halten. Es soll jetzt nicht despektierlich oder hochnäsig wirken, aber das ist eigentlich ein Spiel in dem wir uns nur selbst schlagen können.“ Den Gegner, den VfV Spandau, bezeichnet er dabei als eine der besten Berliner Mannschaften der Ostsee-Spree-Liga. Der Vorzeichen ist er sich aber auch bewusst: „Wir gehen als klarer Favorit in dieses Spiel und das möchten wir auch bestätigen. Wir haben bisher eine starke Hinrunde gespielt. Das Unentschieden in Lichtenrade war unglücklich. Aber wenn uns vor der Saison jemand prophezeit hätte, dass wir nur in Stralsund knapp verlieren, dann hätten wir das ganz sicher dankend angenommen.“ Die Gäste reisen als Tabellenneunter auf die Ostseeinsel. Vier Siege, zwei Remis und sechs Niederlagen haben die Spandauer auf dem Konto. So gewannen der VfV beispielsweise das Stadtderby gegen OSF mit 24:20 und auch in Werder gelang ein hoher 31:23 Erfolg. Zuletzt hatten die Berliner allerdings zwei spielfreie Wochenenden. „Die werden hier ausgeruht und voller Tatendrang ankommen“ meint HSV-Trainer Nico Heidenreich dazu, hat aber natürlich genau die gleiche Zielsetzung wie Neidel: „Die Punkte bleiben auf der Insel. Das ist unser ganz klares Ziel. Spandau ist eine Mannschaft die wir zu Hause schlagen müssen. Da gibt es überhaupt keine Diskussion.“ Die Vorbereitung auf die Partie lief in dieser Woche allerdings durchwachsen, wie der Trainer zu berichten weiß: „Wir hatten leider einige gesundheitsbedingt Ausfälle. Da war ein optimales Training nicht möglich. Aber da müssen wir durch.“ Das Spiel der letzten Woche (34:26 Heimsieg gegen OSF Berlin) ist derweil aufgearbeitet. Anhand des Videostudiums konnte Heidenreich seine Schlüsse ziehen: „In der zweiten Hälfte waren wir doch erschreckend schwach. Da haben wir uns dem Gegner sehr angepasst. Da muss diesmal eine deutliche Leistungssteigerung her. Sowas geht nicht immer gut. Im letzten Heimspiel der Saison wollen wir noch einmal einen Erfolg feiern. Ich glaube das haben wir uns und auch unsere Zuschauer verdient.“ Wenn man die reine Statistik betrachtet, dann sollte der HSV in dieser Partie eigentlich vor keine größeren Probleme gestellt werden. Im Schnitt erzielen die Usedomer 32,17 Tore pro Spiel, bei Spandau sind es nur 26,17. Mit David Rau ist der beste Werfer der Spandauer. Mit 61 Toren belegt er Platz 15 der Torschützenliste der Ostseespreeliga. Auch hier liegt der HSV wieder vorn, denn mit 94 Treffern rangiert Patrick Glende auf Platz 2. Nur in der 7m-Trefferquote haben die Spandauer die Nase vorn. Sie verwandeln 81,54 % ihrer Versuche, während der HSV nur auf 75,51 % kommt. Doch trotz aller Statistik entscheidet am Samstag das Auftreten auf dem Feld und mit einem Heimsieg feiert es sich auf der anschließenden Weihnachtsparty garantiert besser.
Mit Konzentration ins letzte Heimspiel des Jahres
